Keramik – Sahara


Objekte aus gebrannter Erde sind mehreren Datierungsmethoden zugänglich; aufgrund ihrer weiten Verbreitung und der großen Mengen an gebrochener Fundmaterial
werden Keramikreste deshalb oft zur Altersbestimmung neolithischer und anderer prähistorischer Stationen benutzt.

Behälter aus Keramik stammen überwiegend aus der Blütezeit des Sahara-Neolithikums und späteren Perioden.

Die Frage in welchem Ausmaß prähistorische Bewohner der Sahara Keramikgefäße benutzten und ob sie ein Indiz für eine stationäre Lebensweise sind ist unklar, doch ist
sehr wahrscheinlich, dass Holzgefäße neben Tonbehälter im Gebrauch waren.

Ihre Verwendungsbereiche überschneiden sich nur partiell. Abgesehen davon dass Holzgefäße nicht über Feuer erhitzt werden können, quillt das Material schnell
und Wasser verliert schnell seinen Geschmack. Dagegen sind poröse Keramikgefäße sind sehr gut geeignet Wasser über längere Zeit genießbar und durch die Verdunstung
an der Gefäßoberfläche auch kühl aufzubewahren.

Fundzusammenhänge belegen, dass abgesehen von der Nahrungszubereitung und Wasseraufbewahrung die hauptsächliche Funktion in der Speicherung nur saisonal
verfügbarer pflanzlicher Nahrungsmittel zu suchen ist.

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