Metallobjekte aus Eisen und Bronze – Westafrika


Die ersten Belege der Eisenverhüttung in Afrika gehen auf die letzten Jahrhunderte vor unserer Zeitrechnung zurück.

Wenn Eisen verarbeitet wurde, dann größtenteils für Waffen und Gebrauchsgegenstände. Rituell verwendetes Eisen ist mit Ausnahmen vor allem aus Mali und Nigeria bekannt.

Die Schmiede nehmen in fast allen afrikanischen Gesellschaften eine Sonderstellung ein. Die Art und Weise der Stellung ist oft sehr unterschiedlich – der Schmied kann Objekt der Verehrung, des Misstrauens und der Angst seiner Dorfgenossen sein. Diese weisen dem Schmied in der Regel wie etwa bei den Dogon ein eigenes Wohnviertel zu.

Da er mit Feuer umzugehen versteht, sagt man dem Schmied magische Kräfte nach. Bei einigen Volksgruppen schnitzt der Schmied darum auch bestimmte rituelle Objekte wie Masken und Figuren aus Holz.

Bei den Bambara und Dogon werden die rituellen Eisenobjekte, die der Schmied fertigt auf Hausaltäre gestellt, oder auch als persönliche Talismanne mitgeführt, wie die figurativen Bronze- Objekte der Lobi.

Bei den Dogon rankt sich eine Reihe von Legenden um den Schmied und seine Stellung in der Mythologie, speziell seine Rolle bei der Erschaffung der Welt.

Die genaue Bedeutung der Metallobjekte liegt wie auch bei den Holzskulpturen meist im Dunkeln. Stabskulpturen werden auf Altäre gesteckt, bei verschiedenen Tierdarstellungen lässt sich vermuten, dass sie auf Hausaltären platziert waren und
Totemtiere darstellen.

Die Lobi legen Eisenschlangen als Schutz vor Giftschlangen vor die Eingänge ihrer Hütten. Andere Tierdarstellungen, meist aus Bronze sollen die bösen Geister von getöteten Tieren besänftigen.

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