Reibschalen


22 Mai 2013

Dass der Mensch auch die trostlosesten Stellen in der Sahara bevölkerte, ist durch die unzähligen Geräte, die er dort zurückgelassen hat reichlich belegt. Doch die Reibschale zum Mahlen von Korn und der dazugehörige Läuferstein sind ein wesentliches Element in der Revolution, die vor etwa zehntausend Jahren, in der Jungsteinzeit (Neolithikum), losbrach.

Der Mensch lernte, die ihm von der Natur zur Verfügung gestellten Produkte zu verarbeiten. Das Sammeln von Getreide zur Herstellung von Mehl ist die Grundlage, von der aus er eines Tages, um den wachsenden Bedürfnissen Genüge zu tun, dazu überging, Ackerbau zu betreiben. Am Südrand der Sahara werden auch heute noch authentische prähistorische Geräte dazu verwendet, um Getreide zu mahlen, aus dem man Fladenbrot oder Kuskus herstellt. Dabei ist die Arbeit des Betreibers dieselbe wie die, seiner fernen Vorfahren, die gleiche auch wie die, welche uns auf ägyptischen Basreliefs erhalten geblieben ist.

Die einfache Reibschale, auf welcher der Reibstein bzw. der Läufer gleitet und die teilweise durch Pickung wieder aufgeraut und wirkungsvoller gemacht wurden, ist ein sehr viel einfacherer Typ, als die kleinen arabischen Steinmühlen, die aus zwei Mühlsteinen bestehen, von denen der eine, bewegliche, auf der anderen feststehenden, durch Drehung um die gemeinsame Achse
mahlt.

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