Toepferei – Westafrika


Das westafrikanische Töpferhandwerk wird hauptsächlich von Frauen ausgeführt. Sie formen ihre Töpfe weder mit einer Töpferscheibe, noch mittels der bei uns bekannten Technik der Aufbaukeramik. Auf Matten aus Pflanzenfasern der Dumpalme und des Affenbrotbaums oder auf ausgedienten Stoffen, wie Stücken aus Sackleinen werden die Arbeiten verrichtet. Während der Bearbeitung zeichnet sich das Muster der Unterlagen auf der Topfaussenseite ab.

Der vorbereitete Lehm wird zu einem Kegelstumpf geformt und mit Hilfe eines etwa faustgroßen Kieselsteins wird eine Vertiefung hineingetrieben, bis eine Hohlkugel entsteht. Je mehr die Hohlkugel von innen geschlagen wird umso dünner und gleichmäßiger wird sie, bis der fertige Topf geformt ist. Erfahrene Töpferinnen stellen so Gefäße her, deren Wandstärke oft nur wenige Millimeter betragen.

Nach dem Formen des oberen Randes, wird der Topf an der Luft vorgetrocknet und dann in Gruben in offenem Feuer gebrannt.

Diese Technik der Herstellung von Gefäßen aus Keramik lässt sich bis ins frühe Neolithikum vor ca. 10 000 Jahren zurückverfolgen.

Bei verschiedenen Ethnien werden die Töpfe vor dem Brennen mit Mustern verziert, die mit Dornen oder Kämmen aufgebracht werden; verschiedentlich bestehen die Verzierungen auch aus Farbaufträgen.

Verwendung finden Töpfe zum Wassertranport, zur Herstellung von Hirsebier, das an Markttagen in großen Mengen verkauft wird, und zur Aufbewahrung von Speisen sowie zur Kühlung von Brunnenwasser.

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